Hanf richtig rauchen

Cannabiskonsument beim Joint-Rauchen

Sponsored links

Das Rauchen von Blüten und Hasch ist die meistverbreitete, aber auch die ungesündeste Art Cannabis zu konsumieren. Besonders beliebt sind hierbei die Bong zu Hause oder der Joint unterwegs.

Durch hohe Verbrennungstemperaturen von teilweise über 1000 °C werden die im Rauch gelösten psychoaktiven Inhaltsstoffe sofort verfügbar gemacht. Allerdings gehen große Teile an Wirkstoffen durch die Verbrennung verloren. Rauchen ist daher weder die gesündeste noch die effektivste Konsumform von Hanf.

1. Verschiedene Arten Cannabis zu rauchen

Prinzipiell gibt es mehrere Arten Cannabis zu rauchen. Die am weitesten verbreitete ist das Rauchen von Joints, wofür lediglich ein Joint „gebaut“ werden muss.

Wesentlich stärker in der Wirkung ist das Rauchen in einer Pfeife oder Bong, da hier konzentrierter Rauch direkt inhaliert wird. Auch Eimer-Rauchen war lange beliebt.

Rauchen von Hanfblüten

Konsumziel:Schneller Rausch
Hilfsmittel:Joint, Pfeife oder Bong
Vorteile:Flexibler Einsatz und gute Dosierbarkeit
Nachteile:Giftige Verbrennungsprodukte, Nikotinabhängigkeit, Wirkstoffverlust
Wirkungseintritt:Nach 1–2 Minuten
Wirkungsdauer:3–4 Stunden, selten > 4 Stunden
Wirkungsspitze:Nach ca. 10–15 Minuten
Bioverfügbarkeit:5–10 %
Rauschstärke:Je nach Sorte, Dosierung, Anwender und Umfeld von schwach bis stark

Das Rauchen von Cannabis ist in den meisten Ländern übrigens nicht verboten, lediglich der Besitz. Daher kann Cannabis praktisch auch nur dort legal geraucht werden, wo der Besitz legal oder zumindest entkriminalisiert ist.

In Deutschland dürfen nur Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen Cannabis rauchen, wenn dieses vom behandelnden Arzt verordnet wurde. Aus gesundheitlichen Gründen, werden die meisten jedoch ihren Medizinalhanf verdampfen.

In Österreich, der Schweiz und Italien dürfen Volljährige legal CBD-Blüten und CBD-Hasch erwerben und rauchen.

In den Niederlanden ist der Konsum im Coffeeshop geduldet, in Spanien in den eigenen 4 Wänden oder im Cannabis-Social-Club. In Tschechien ist der Konsum ebenfalls unproblematisch. Luxemburg wird demnächst Cannabis legalisieren.

Über den großen Teich darf in verschiedenen US-Bundesstaaten, Kanada, Uruguay, Kolumbien, Mexiko und Chile legal Cannabis konsumiert werden. Auch in Südafrika ist der Konsum legal, in Neuseeland wird 2020 darüber abgestimmt.

3. Wie ungesund ist Cannabis rauchen?

Cannabis rauchen ist ziemlich ungesund. Nicht wegen dem THC, sondern wegen der Verbrennungsprodukte. Besonders in Kombination mit Tabak sind diese für Lunge, Kreislauf und Körper das pure Gift.

Jugendliche unter 25 schadet jedoch wohl auch THC, da dieses direkt auf dem Reifungsprozess des Gehirns einwirkt. Möglicherweise kann hier der gleichzeitige Konsum von CBD-Produkten die negativen Auswirkungen von THC auf das Gehirn lindern.

Abhängigkeit ist ein weiteres Problem, was allerdings vorwiegend in Kombination mit Tabak auftritt. CBD-Produkte wiederum gelten bereits als Geheimtipp zur Bekämpfung von Suchterkrankungen.

Und nicht zuletzt sollte das Coranavirus auch die letzten Rauchfreunde überzeugen, dass Verdampfen vielleicht doch die sicherere Variante darstellt, eine mögliche Infektion hoffentlich ohne bleibende Schäden zu überstehen.

4. Wie Cannabis ohne Tabak rauchen?

Um die schädlichen Einflüsse von Tabak zu umgehen, rauchen viele Cannabis-User mittlerweile pur. Das hat viele Vorteile, ist aber aus Kostengründen nicht überall möglich. Auch starkes Gras ist kaum zum pur rauchen geeignet.

Statt Tabak kann daher auch eine Kräutermischung verwendet oder zerkleinerte CBD-Blüten beigemischt werden.

Noch gesünder ist natürlich gleich auf einen guten Vaporizer umzusteigen, dort wird prinzipiell pur verdampft!

5. Kurzanleitung zum richtigen Cannabis-Rauchen

Zunächst solltest du abklären, ob du überhaupt legal Cannabis rauchen darfst und ob du dies trotz der gesundheitlichen Nachteile überhaupt tun willst.

Hast du alles geklärt und willst trotz der gesundheitlichen Risiken Cannabis rauchen, sind folgende Schritte notwendig:

  • Zum Rauchen wird eine Mischung hergestellt, die meist aus einem Tabak-Cannabis-Gemisch oder einer Kombination mit anderen Kräutern besteht. In Nordamerika und der Karibik wird vorwiegend pur geraucht.
  • Zum rauschfreien Genusskonsum eignen sich auch die meist legalen CBD-Blüten oder CBD-Hasch. Informiere dich jedoch unbedingt im Vorfeld ob dir dies in deinem Land gestattet wird!
  • Zerkleinere Kräuter und Gras in einem Grinder. Haschisch erhitzt du leicht mit einem Feuerzeug und zerbröselst dieses anschließend mit den Fingern.
  • Die Mischung wird nun zu einem Joint gedreht oder damit die Bong bzw. Pfeife gestopft. Zudem benötigst du beim Joint noch Drehpapier und Filtermaterial.
  • Wer trotz der schädlichen Wirkung von Tabak und Verbrennungsprodukten raucht, inhaliert flach – nicht tief! Insbesondere für Anfänger ist dies wichtig, denn meist arten die ersten Rauchversuche sonst in einer wilden Husterrei aus.
  • Je nach Gefühl, wird der Rauch wenige Sekunden in der Lunge gehalten und dann langsam vollständig ausgeatmet. Meist ist weniger mehr, denn je länger der Rauch in der Lunge verbleibt, desto mehr Schadstoffe bleiben zurück.

Zur Verringerung der Schädlichkeit sind Joints mit Kohlefilter oder Bongs mit Schadstofffilter empfehlenswert. Am gesündesten, sparsamsten und auch am aromatischsten ist jedoch das vaporisieren von Gras in einem Verdampfer.