Haschisch und Rosin selber herstellen: Methoden und Zubehör

Cannabisblüten, Kief, gepresstes Haschisch und goldfarbenes Rosin mit Zubehör zur Herstellung von Konzentraten

Aus harzigen Cannabisblüten und Zuckerblättern lassen sich Konzentrate wie Kief, Haschisch und Rosin gewinnen. Dafür brauchst du nicht unbedingt eine teure Maschine: Schon mit einem einfachen Hashmaker kannst du die Harzdrüsen vom Pflanzenmaterial trennen.

Wer größere Mengen verarbeitet oder besonders hochwertiges Rosin herstellen möchte, kann dagegen in eine eigene Presse investieren. Welche Methode sich lohnt, hängt vor allem von deiner Erntemenge, der Qualität der Blüten und dem gewünschten Ergebnis ab.

Geeignetes Pflanzenmaterial für Haschisch und Rosin

Für die Herstellung von Haschisch und Rosin kommt es besonders auf den Harzgehalt an. Die Trichome sitzen vor allem auf den Blüten und den kleinen Zuckerblättern rund um die Buds.

  • Cannabisblüten: Besonders gut für Kief, Haschisch und Flower Rosin geeignet.
  • Popcorn-Buds: Kleinere Blüten, die sich ebenso gut weiterverarbeiten lassen.
  • Zuckerblätter: Harzige Trimmreste, die vor allem für Kief und Bubble Hash interessant sind.
  • Fächerblätter: Enthalten meist zu wenig Harz, um eine nennenswerte Ausbeute zu erzielen.
  • Stiele und Stängel: Für die Herstellung hochwertiger Konzentrate ungeeignet.

Für Kief und Flower Rosin werden normalerweise gut getrocknete Blüten verwendet. Bei Fresh-Frozen-Bubble-Hash wird das Material dagegen direkt nach der Ernte eingefroren.

Kief mit einem Hashmaker gewinnen

Kief ist eine Ansammlung der kleinen Harzdrüsen, die sich auf den Cannabisblüten befinden. Das meist gelbliche bis bräunliche Pulver lässt sich mit einem feinen Sieb vom Pflanzenmaterial trennen. Besonders einfach funktioniert das mit einem Hashmaker, einem geschlossenen Behälter mit eingebautem Sieb.

  1. Gut getrocknete Blüten oder harzige Zuckerblätter vorbereiten.
  2. Das Pflanzenmaterial in einen Hashmaker oder eine Siebbox geben.
  3. Das Material vorsichtig bewegen, damit sich die Trichome lösen.
  4. Das gesammelte Kief aus dem Auffangbehälter entnehmen.

Je feiner das Sieb, desto weniger größere Pflanzenpartikel gelangen hindurch. Allerdings kann ein sehr feines Sieb auch die Ausbeute verringern.

Kief lässt sich direkt weiterverwenden oder anschließend zu festem Haschisch pressen.

Haschisch aus Kief pressen

Wenn du gesammeltes Kief verdichtest, entsteht ein kompaktes Stück Haschisch. Dafür benötigst du keine aufwendige Maschine. Für kleinere Mengen eignet sich eine mechanische Pollenpresse, die das Material durch einen Schraubmechanismus verdichtet.

  1. Das gesammelte Kief in die saubere Presse geben.
  2. Die Presse schließen und gleichmäßig Druck aufbauen.
  3. Das Material verdichten und anschließend vorsichtig entnehmen.
  4. Das fertige Haschisch in einem geeigneten Behälter aufbewahren.

Die Konsistenz hängt vom Ausgangsmaterial, dem Harzgehalt und dem ausgeübten Druck ab. Manche Sorten ergeben eine eher bröselige Masse, andere ein kompakteres, leicht klebriges Produkt.

Für gelegentliche kleine Mengen ist die Kombination aus Hashmaker und Pollenpresse oft ausreichend.

Bubble Hash mit Eiswasser herstellen

Bubble Hash wird mithilfe von kaltem Wasser und speziellen Siebbeuteln hergestellt. Statt trockene Harzdrüsen durch ein Sieb zu schütteln, werden sie durch Kälte und Bewegung vom Pflanzenmaterial gelöst. Unterschiedliche Filterbeutel fangen verschiedene Partikelgrößen auf.

  1. Geeignete Blüten oder harzige Zuckerblätter vorbereiten.
  2. Das Pflanzenmaterial zusammen mit Eiswasser in einen geeigneten Behälter geben.
  3. Vorsichtig bewegen, damit sich die Harzdrüsen lösen.
  4. Die Mischung durch spezielle Bubble-Hash-Siebbeutel filtern.
  5. Die gesammelten Harzpartikel entnehmen und sorgfältig trocknen.

Die anschließende Trocknung ist wichtig. Feuchtes Haschisch lässt sich schlecht lagern und kann verderben.

Fresh Frozen als Alternative

Bei Fresh Frozen werden frische Cannabisblüten direkt nach der Ernte eingefroren, statt sie vorher zu trocknen und auszuhärten. Das gefrorene Pflanzenmaterial wird anschließend mit Eiswasser verarbeitet. Diese Methode ist interessant, wenn die ursprünglichen Aromen der Blüten möglichst gut erhalten bleiben sollen. Sie ist allerdings aufwendiger und erfordert eine besonders sorgfältige Trocknung des fertigen Haschischs.

Rosin mit Hitze und Druck herstellen

Rosin ist ein klebriges Cannabis-Konzentrat, das durch Wärme und mechanischen Druck gewonnen wird. Chemische Lösungsmittel werden dafür nicht benötigt. Das Ausgangsmaterial wird zwischen beheizte Metallplatten gelegt und gepresst. Dabei tritt Harz aus, das sich auf geeignetem Presspapier sammeln lässt.

Flower Rosin aus Cannabisblüten

Flower Rosin wird direkt aus getrockneten Cannabisblüten hergestellt. Das Ergebnis hängt stark vom Harzgehalt und dem Feuchtigkeitszustand der Blüten ab. Hochwertige, harzige Buds bieten bessere Voraussetzungen als größere Mengen schwach harziger Pflanzenreste.

Hash Rosin aus Haschisch

Hash Rosin entsteht aus bereits gewonnenem Haschisch, häufig hochwertigem Bubble Hash. Da ein Großteil des Pflanzenmaterials zuvor entfernt wurde, lässt sich daraus ein Konzentrat mit weniger Pflanzenbestandteilen gewinnen. Dafür sind zwei Verarbeitungsschritte erforderlich: zuerst die Haschischgewinnung, danach das Pressen.

Rosin mit einer Presse gewinnen

Eine spezielle Rosin-Presse ermöglicht die kontrollierte Verarbeitung von Blüten oder Haschisch:

  1. Geeignetes Ausgangsmaterial vorbereiten.
  2. Blüten oder Haschisch zwischen spezielles Presspapier legen; bei Bedarf einen Rosin-Filterbeutel verwenden.
  3. Die Presse auf eine geeignete Temperatur einstellen.
  4. Das Material langsam und gleichmäßig zwischen den beheizten Platten pressen.
  5. Das ausgetretene Rosin nach dem Abkühlen vom Papier aufnehmen.

Temperatur, Druck und Pressdauer lassen sich je nach Gerät und Material anpassen. Für gute Ergebnisse ist gleichmäßiger Druck wichtig.

Rosin kann mit geeigneten Konzentrat-Vaporizern verwendet oder gedabbt werden. Mehr dazu findest du unter Cannabis verdampfen und Dabben von Cannabis. Butter oder gewöhnliche Speiseöle gehören dagegen nicht in einen Vaporizer.

Die passende Methode und Ausstattung auswählen

Wenn du nur kleinere Mengen harzigen Trims hast, genügt häufig ein Hashmaker. Bei größeren Mengen und höheren Ansprüchen können Bubble Hash oder Rosin interessant werden.

Methode Ausgangsmaterial Zubehör Aufwand
Kief Trockene Blüten, Zuckerblätter Hashmaker oder Siebbox Gering
Gepresstes Haschisch Gesammeltes Kief Pollenpresse Gering
Bubble Hash Blüten, harziger Trim Eiswasser, Siebbeutel Mittel bis hoch
Flower Rosin Hochwertige Blüten Rosin-Presse Mittel
Hash Rosin Hochwertiges Haschisch Rosin-Presse, Filterbeutel Hoch

Für die gelegentliche Herstellung kleiner Mengen reichen Hashmaker und Pollenpresse oft aus. Eine Rosin-Presse ist eine größere Anschaffung und bietet sich bei regelmäßiger Verarbeitung von ausreichend hochwertigen Blüten oder Haschisch an.

Gepresste Blüten und andere Reste weiterverwenden

Nach dem Pressen bleiben flache, zusammengepresste Blüten zurück. Diese können noch Harz enthalten und lassen sich beispielsweise für Cannabutter oder einen Ölauszug nutzen. Auch bei der Haschischherstellung anfallende Pflanzenreste können unter Umständen weiterverarbeitet werden.

Welche Möglichkeiten es gibt, erfährst du im Überblick zur Weiterverarbeitung von Cannabis. Ein eigener Ratgeber über die Verwertung von Trimm-, Vaporizer- und Pressresten ist vorgesehen und wird nach seiner Veröffentlichung hier verlinkt.

Haschisch und Rosin richtig aufbewahren

Fertiges Haschisch und Rosin sollten sauber und möglichst luftdicht aufbewahrt werden. Wärme, Licht und Sauerstoff können Aroma und Konsistenz verändern. Klassisches Haschisch lässt sich in geeigneten Glasgefäßen lagern; für klebriges Rosin eignen sich möglichst luftdichte Konzentratbehälter aus Glas.

Weitere Hinweise findest du unter Cannabisprodukte richtig aufbewahren und Cannabis richtig lagern.

Fazit: Haschisch oder Rosin selbst herstellen

Für den Einstieg ist Kief die unkomplizierteste Möglichkeit, aus harzigen Blüten und Zuckerblättern ein Konzentrat zu gewinnen. Mit einer kleinen Pollenpresse kannst du es zu festem Haschisch verdichten. Bubble Hash und Rosin bieten weitere Möglichkeiten, verlangen aber mehr Aufwand und teilweise teurere Geräte. Entscheidend ist vor allem die Qualität des Ausgangsmaterials.

Quellen